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FAQ
Most ist trocken durchgegoren, ohne Restzucker und Kohlensäure. Französischer Cidre dagegen hat meistens eine gewisse Restsüße um die Säure auszugleichen. Die feine Kohlensäure entsteht hier durch die Flaschengärung.
Dunkel und kühl gelagert ist der Cidre unbegrenzt lagerbar. Die verbleibende Feinhefe schützt den Cidre und lässt ihn immer weiter reifen.
Klassischer Cidre kann bei 10-12 Grad Celsius getrunken werden. Birnencidre und säurebetonte Cidre eher bei 7-9 Grad.
Im Kühlschrank mit Sektverschluss mehrere Tage.
Die Qualität unseres Cidres beginnt auf der Streuobstwiese. Unsere Äpfel und Birnen stammen von großkronigen Streuobstbäumen und werden nicht heruntergeschüttelt, sondern mehrfach vom Boden aufgelesen. Die Früchte fallen erst dann von selbst, wenn sie vollständig ausgereift sind – genau in diesem Moment ist ihr Aroma am intensivsten.
Dieses wiederholte Auflesen ist deutlich aufwendiger, sorgt jedoch für eine viel ausgeprägtere sortentypische Aromatik.
Bei vielen herkömmlichen Streuobstsäften und Cidres werden die Früchte dagegen einmal vom Baum geschüttelt und anschließend verarbeitet – häufig noch bevor sie vollständig ausgereift sind. Das spart Zeit, führt aber zu Abstrichen bei der Qualität.
Zusätzlich verwenden wir ausschließlich aromastarke Streuobstsorten, die zum Teil auch von weiter entfernten Obstwiesen stammen. Diese speziellen Sorten tragen maßgeblich zum außergewöhnlichen Geschmack unseres Cidres bei.
Der Begriff Pét-Nat (kurz für Pétillant Naturel) ist derzeit vor allem in der Weinwelt sehr beliebt. Dabei handelt es sich um Weine, die nach der sogenannten Méthode Ancestrale hergestellt werden: Die Gärung wird nicht vollständig beendet, sondern der noch gärende Most wird in Flaschen gefüllt. Dort setzt sich die natürliche Gärung fort und bildet die feine Kohlensäure.
Genau dieses Prinzip wird bei traditionellem Cidre schon seit Jahrhunderten angewendet. Auch hier wird der gärende Apfelmost in Flaschen abgefüllt, sodass die Kohlensäure auf natürliche Weise entsteht.
In diesem Sinne könnte man sagen: Traditioneller Cidre war schon immer „Pét-Nat“ – lange bevor der Begriff in der Weinwelt modern wurde.
Von Naturwein spricht man meist dann, wenn bei der Herstellung nur sehr wenige Eingriffe im Keller stattfinden und der Wein unfiltriert oder mit möglichst wenigen Zusatzstoffen abgefüllt wird.
Auf traditionellen Cidre trifft dieses Prinzip im Grunde vollständig zu. Auch hier wird der gepresste Saft vergoren und anschließend möglichst schonend weiterverarbeitet.
Markenhof Cidre ist beispielsweise immer unfiltriert und wird nur mit sehr geringen Schwefelgaben abgefüllt (ca. 30–40 mg/L). Dadurch bleibt der Cidre lebendig und behält seine natürliche Aromatik.
In diesem Sinne steht traditioneller Cidre der Philosophie von Naturwein sehr nahe.
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